


Aktuell: Berlin, 27. März 2008:
Verleihung des Dr. Friedrich Joseph Haass-Preises des Deutsch-Russischen Forums an Anne S. Hofinga - Wir gratulieren!
Der Dr. Friedrich Joseph Haass-Preis wird vom Deutsch-Russischen Forum jährlich an eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens verliehen, die sich in besonderer Weise um die deutsch-russischen Beziehungen verdient gemacht hat. Preisträger waren u.a. Michail Gorbatschow (2007), Manfred Stolpe
(2002), Jurij Luschkow (2001) und Thomas Roth (1996).
Anne Hofinga erhielt den Preis für ihre besonderen Verdienste um die deutsch-russischen Beziehungen im Bereich bürgerschaftlichen Engagements. Er wurde ihr am 27. März 2008 in Berlin im Rahmen einer Festveranstaltung des Deutsch-Russischen Forums im Hotel Adlon überreicht.
Festredner war Altbundespräsident Prof. Dr. Roman Herzog, Laudator Botschafter a.D. Dr. Ernst-Jörg von Studnitz. Das Preisgeld in Höhe von 2500 Euro stiftete Anne Hofinga der Rußlandhilfe e.V. Eine zweite Preisträgerin war Angelika Küpper von der Gesellschaft für deutsch-russische Begegnung Essen
e.V.
Dr. Friedrich Joseph Haass, der „Heilige Doktor“ aus Bad Münstereifel, kam 1806 nach Moskau, wo er zunächst als Arzt der Oberschicht und oberster Amtsarzt wirkte. Ab 1828 widmete er sich der Fürsorge um die Gefangenen, die nach Sibirien verbannt wurden. 1844 eröffnet er ein
Krankenhaus für Obdachlose, das er mit seinem kompletten Privatvermögen finanzierte und in dem er bis zu seinem Lebensende 1953 wirkte. Zu seiner Beerdigung kamen 20.000 Menschen. Nachfahren der Gefangenen und Obdachlosen, die er jahrzehntelang seelsorgerisch, sozial und medizinisch betreute,
pflegen bis heute das Grab des „Heiligen Doktors“ in Moskau.

Fotos: K.D. Busch
Chronologische Streiflichter 2005 - 2007
Dezember 2007: Anne Hofinga hält im Moskauer „Städtischen Komitee für gesellschaftliche und interregionale Beziehungen“ einen Kurzvortrag zum Thema „Rechtsgrundlagen für die gezielte staatliche Förderung von gemeinnützigen
Nichtregierungsorganisationen in Deutschland“. Im Komitee sucht man nach einem Modell für eine bessere Zusammenarbeit von Moskauer Stadtteilsämtern mit privaten gemeinnützigen Einrichtungen.
• Teilnahme am Weihnachtsbasar in einem extrem teuren Moskauer Bioladen. Leider stellte sich heraus, dass unser aufwendig weihnachtlich geschmückter Stand in Wirklichkeit nur Dekorationszwecken dienen sollte. Der Geschäftsleitung war es gleichgültig, ob auch nur die Unkosten durch den Verkauf von
Holzspielzeug gedeckt wurden. Den neureichen Russen, die drei Euro für 100 gr. Bio-Chinakohl oder acht Euro für 150 ml Glühwein bezahlen, waren vier Euro für einen der handgearbeiteten und -bemalten Holzengel zu teuer…
• Einführung in moderne Heilpädagogik und Kunsttherapie für 15 Mitarbeiter und erste Einheit heilpädagogischer und kunsttherapeutischer Arbeit mit Waisen und Sozialwaisen der Mädchenstrafkolonie in Rjazan durch Mitarbeiter des Petersburger Instituts für Heilpädagogik und der Moskauer Staatlichen
Pädagogischen Universität.
• Lebensmittelaktion für 100 notleidende alleinstehende Rentner und 80 Familien mit Kindern in vergessenen Dörfern im Gebiet Smolensk.
• Beginn des Sozialprojekts „Deti nashich sel“, Hilfe für vernachlässigte Kinder in weit entlegenen Dörfern.
Weihnachtsfeier des Zentrums Perspektive für die Kinder des sozialen Rehazentrums „Garmonija“ in Vjazma. Geschenke für 124 dieser Kinder.
• Anne Hofinga nimmt beim Malteser Hilfsdienst Moskau an einem informellen Treffen mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages zur sozialen Lage in Russland teil.
• Über 200 bedürftige Kinder aus sechs Förderprojekten erhalten Neujahrsgeschenke und Karten für den Besuch von Weihnachtsmärchen.
• Teilnahme am Diskussionsforum „Russland und die EU: Zukunft der Zusammenarbeit“, veranstaltet von der K.-Adenauer-Stiftung, dem Europa-Institut der Russischen Akademie der Wissenschaften und dem Institut für Europaforschungen der Universität des Russischen Außenministeriums.
• Weihnachtsfeier im Zentrum Perspektive für Freiwillige, Helfer und Mitarbeiter und Kinder und Mitarbeiter aus den Förderprojekten. Adventsfeier für 70 Waisen, Besuch im Rehazentrum, Lebensmittelaktion für alle 320 gefangenen Mädchen und große Weihnachtsfeier in der Mädchenstrafkolonie
Rjazan.
November 2007: Viertes Kompaktseminar „Heilpädagogik“ in Vjazma. Dozent: Dr. Thomas Maschke von der Kaspar-Hauser-Förderschule in Überlingen.
• Seminar „Maltherapie“ für Pädagogen und Menschen in Heilberufen im Zentrum Perspektive.
• Polly von Studnitz, die Schirmherrin der Rußlandhilfe e.V. und Gattin des Deutschen Botschafters 1995-2002, hilft beim Verkauf von Artikeln aus den Förderprojekten am Stand der Rußlandhilfe e.V. auf dem 3. Weihnachtsbasar der Deutschen Botschaft.
Arbeitstreffen mit Vertretern des englischen Hilfsfonds „Love Russia“, die sich für das geplante Rehadorf der Mädchenstrafkolonie Rjazan interessieren.
• Lebensmittelaktion für 50 notleidende alleinstehende Rentner und 169 Familien mit Kindern im Landkreis Vjazma, Gebiet Smolensk.
Oktober 2007: Jacob Riemer aus Köln nimmt seinen Zivildienst im Zentrum Perspektive auf. - Runder Tisch und Pressekonferenz zum Thema „Informationsquellen über Nothilfe, soziale Hilfe und Wohltätigkeitsorganisationen in Russland“ im „Freien
Pressezentrum Dialog“.
• Abrechnungsberichte aus den Sozialprojekten „Tanadgoma“ und „Tageshaus“ in Tiflis, Georgien.
• Beginn der Einarbeitung von vier neuen Sozialarbeitern im Zentrum Perspektive.
September 2007: Drittes Kompaktseminar „Ausbildung zum Heilpädagogen und Sozialtherapeuten“ in Vjazma für Mitarbeiter des staatlichen Rehazentrums „Garmonija“, des Schuldepartements des Gebietes Smolensk sowie der Mädchenstrafkolonie
Rjazan.
• Empfang des Hessischen Wirtschaftsministers in der Deutschen Botschaft.
Juli & August 2007: Suche neuer Mitarbeiter für das Zentrum Perspektive. Gulnara Vaskina wird Mutter. Zwei Sozialarbeiterinnen gehen in Rente, eine dritte nimmt ein Promotionsstudium in Deutschland auf, eine weitere muß während ihres Examensjahrs aussetzen.
Juni 2007: Abrechnungsberichte aus allen laufenden sozialen Förderprojekten, darunter aus den Projekten „Solnyshko“ und „Svobodnoe vremja“, Förderung und Gestaltung eines menschenwürdigen Lebens für geistig behinderte Kinder und Erwachsene in zwei
staatlichen Heimen im Gebiet St. Petersburg, den Projekten „Kompjuternyje technologii“, Förderung blinder Studenten und junger Wissenschaftler, und „Pomogi segodnja“, Physiotherapie für körperbehinderte Kinder im Gebiet Nizhnij Novgorod, sowie dem Projekt „Tanadgoma“, medizinisch-soziale Hilfe für
Notleidende und alte Menschen in Tiflis, Georgien.
• Erneute Hilfe für Svjeta S. bei Mukoviszidose, die nun schon fast neun Jahre nur dank der Unterstützung durch die Rußlandhilfe e.V. überlebt.
Mai 2007: Hilfe für Antonina K. und ihre Enkelin Nastja. Nachdem die Ärzte die Implantation der neuen Herzklappe, die die Rußlandhilfe e.V. ihr bezahlen wollte, kurzfristig als bereits zu riskant absagten, erhält sie Hilfe zum Lebensunterhalt,
damit sie Nastja noch möglichst lange selbst aufziehen kann. Ihr Einkommen liegt unter der Armutsgrenze.
• Zweites Kompaktseminar „Ausbildung zum Heilpädagogen“ in Vjazma.
• Aus dem Projekt „Sozialnyj patronazh“, Förderung blinder
Vorschulkinder im Gebiet Nizhnij Novgorod, kommt die Nachricht, dass man nach unerwarteten Absagen keine neuen geeigneten Studenten für die Hausbesuche bei blinden Kindern finden konnte. Die Arbeit könne daher nicht beginnen, und die Rußlandhilfe e.V. solle die Fördersumme nicht
anweisen.
• Einigen Eltern von Kindern mit Downsyndrom, die die integrative Schule „Kavtshek“ in Moskau besuchen, kann leider die Betreuung durch einen Petersburger Psychologen nicht bezahlt werden. Es gibt auch in Moskau genügend erfahrene Spezialisten für die Arbeit
mit Eltern solcher Kinder.
• Kurzes Sprachgestaltungsseminar für Menschen in Heilberufen im Saal des Zentrums Perspektive.
April 2007: Erstes Kompaktseminar „Ausbildung zum Heilpädagogen und Sozialtherapeuten“ in Vjazma für Mitarbeiter des staatlichen Rehazentrums „Garmonija“, des Schuldepartements des Gebietes Smolensk sowie der Mädchenstrafkolonie
Rjazan.
• Kleideraktion für bedürftige Familien und Rentner im Zentrum Perspektive.
• Lebensmittelaktion für notleidende Familien mit behinderten Kindern in Kaljazin, Gebiet Tver.
• Prüfung eines
Projektvorhabens vor Ort: Das „Staatliche Zentrum für komplexe soziale Hilfe für die Bevölkerung des Landkreises Kaljazin“ möchte für 180 körperlich behinderte Kinder Rehabilitationsmaßnahmen organisieren. Aber die Ideen hierfür gehen über die Anschaffung verschiedener Hometrainer nicht hinaus.
Nach einer Prüfung der räumlichen Möglichkeiten werden die Leiter des Sozialzentrums intensiv beraten, insbesondere über das erforderliche Fachpersonal. Zum Erfahrungsaustausch werden sie an das soziale Rehabilitationszentrum in Vjazma verwiesen. Die Rußlandhilfe e.V. wird sich ggf. an den
erheblichen Fahrtkosten dorthin beteiligen.
• Eingang einer Kurzbeschreibung eines Projektes „Heilpädagogik für behinderte Vorschulkinder aus Rjazan“ mit der Bitte um Beratung und Förderung.
• Abgabe des ersten Berichtes des Zentrums
Perspektive nach neuen amtlich vorgeschriebenen Regeln in der Statistikbehörde.
März 2007: Auf Einladung des Leiters der Gebietsverwaltung für das Gefängniswesen in Rjazan nimmt Anne Hofinga an einem ganztätigen Besuch zahlreicher Medienvertreter in Rjazaner Strafanstalten teil und stellt das Vorhaben „Rehabilitationsdorf für
strafgefangene Waisen und Sozialwaisen“ auf einer Pressekonferenz in der Mädchenstrafkolonie sowie in der Akademie für Gefängnispersonal in Rjazan vor.
• In Rjazan Einführungsvortrag zur Heilpädagogik von Dr. Tamara Issaeva von der Schule des Hl. Georg,
Moskau.
• Die Leiterin des „Zentrums für Hören und Sprechen“ in Archangelsk berichtet, dass das Archangelsker staatliche Internat für gehörlose Kinder, an das das „Zentrum für Hören und Sprechen“ angeschlossen gewesen war, plötzlich staatlicherseits aufgelöst und die
meisten Kinder in ein Internat in einem weit entfernten Dorf verlegt wurden, wo es keine Fachkräfte für eine gezielte Förderung der Kinder gibt. Die von der Rußlandhilfe e.V. gestifteten Trainingsgeräte für das Hör- und Sprechvermögen verblieben im „Zentrum für Hören und Sprechen“. Die daran
ausgebildeten Fachkräfte werden in einem Raum der Archangelsker Invalidengesellschaft alle gehörlosen Kinder in erreichbarer Nähe weiter schulen. So wird die Arbeit in geringerem Umfang weitergehen.
Februar 2007: Hilfe für den Schulbesuch des elfjährigen Mischa aus Jaroslawl (Downsyndrom, Autismus).
• Fünfjahresfeier des Rehabilitationszentrums „Woschozhdenie“ für Waisen und Sozialwaisen der Mädchenstrafkolonie
Rjazan, das mit Förderung der Rußlandhilfe e.V. aufgebaut wurde.
• Fortbildung für Mitarbeiter des Zentrums Perspektive in Rechnungslegung und Berichtswesen nach den neuen amtlich vorgeschriebenen Regeln in Russland. Diese sind so unübersichtlich und widersprüchlich,
dass selbst erfahrene Juristen und Buchhalter nicht in der Lage sind, wirklich verbindliche Anleitungen für die Erstellung der Dokumente zu geben.
Januar 2007: Übergabe von 10.000 Euro Spende aus den Basareinnahmen der Deutschen Botschaft Moskau auf einem festlichen Empfang in der Residenz des Botschafters.
• Eine Vertreterin der Organisation „Trud“ der UN
besucht das Zentrum Perspektive, um Möglichkeiten einer Zusammenarbeit zu besprechen.
• Proseminar Heilpädagogik im staatlichen Rehazentrum für vernachlässigte Kinder und Jugendliche „Garmonija“ in Vjazma.
• Beginn der Erfassung der
Gesamttätigkeit des Zentrums Perspektive nach neuen amtlichen Regeln in drei Wohltätigkeitsprogrammen: „Hilfe in der Not“, „Soziale Projekte“ und „Netzwerk“. Ohne solche Programme, die den Charakter einer Satzung tragen, ist gemeinnützige Arbeit auf Spendengrundlage in Russland bald rechtlich nicht
mehr möglich.
• Hilfe für Frau Shukina aus dem Moskauer Gebiet, die an ungeklärten Ohnmachtsanfällen leidet. Nachdem sie 20 Jahre lang ihren querschnittsgelähmten Mann und in den letzten Jahren zusätzlich ihren schwer tuberkulosekranken Sohn pflegte und deshalb nicht
arbeiten konnte, kann sie die notwendigen Untersuchungen nicht bezahlen.
Dezember 2006: Förderung von individuellem Schulunterricht für den elfjährigen Mischa aus Jaroslawl (Down-Syndrom).
• Lebensmittelaktion für 100 notleidende Familien und 80 alleinstehende Rentner aus dem Landkreis
Vjazma, Gebiet Smolensk
• Karten für den Besuch von Weihnachtsmärchen und Geschenke für 200 bedürftige Kinder aus fünf Förderprojekten.
• Vertragsabschlüsse über die Förderung von vier neuen Sozialprojekten im Gebiet Leningrad sowie in St.
Petersburg, Nizhij Novgorod und Dzerszhinsk.
• Teilnahme am „Ersten Moskauer Wohltätigkeitsforum“ im Oberbürgermeisteramt.
• Weihnachtsfeier für Kinder und Mitarbeiter aus den Förderprojekten, Freiwillige, Helfer und Mitarbeiter des
Zentrums Perspektive in Moskau.
• Weihnachtsfeiern mit Geschenken für 100 Kinder aus notleidenden Familien im sozialen Rehazentrum Vjzama.
• Arbeit mit Waisen, Besuch im Rehazentrum, Lebensmittelaktion für alle 350 gefangenen Mädchen und
große Weihnachtsfeier in der Mädchenstrafkolonie Rjazan.
November 2006: Vera A., Moskau (Kopftumor), bittet um die Kostenübernahme einer Com-putertomographie ihrer behinderten Tochter. Mitarbeiter des Zentrums Perspektive setzen durch, dass die Stadt Moskau diese Untersuchung bezahlt.
• Polly von Studnitz, die Schirmherrin der Rußlandhilfe e.V. und Gattin des Deutschen Botschafters 1995-2002, Oberst Vitalij Polozjuk, Chef der Abteilung für soziale, psychologische und Erziehungsarbeit des Föderationsdienstes für das Strafwesen Russlands, Oberst Oleg Ananjev,
Leiter des Fachbereichs für Sozialarbeit an der Rjazaner Akademie für Fachkräfte im Strafwesen und ehemaliger Leiter der Mädchenstrafkolonie Rjazan, sowie Anne Hofinga besprechen im Zentrum Perspektive den Ausbau des Rehabilitationszentrums für Waisen und Sozialwaisen der Mädchenstrafkolonie Rjazan
zu einem kleinen Rehabilitationsdorf. Es wird geplant, dass die Arbeit des Rehadorfs von der Akademie wissenschaftlich begleitet wird und die Studenten dort Praktika leisten, um die Arbeitsansätze später in anderen Gefängnissen Russlands zu verbreiten.
• Mitarbeiter
des sozialen Rehazentrums „Garmonija“ in Vjazma, Gebiet Smolensk, der heilpädagogischen „Schule des Hl. Georg“ und des Zentrums Perspektive in Moskau planen den Aufbau eines Ausbildungslehrgangs für Heilpädagogen in Vjzama für die Arbeit mit verwahrlosten Kindern aus asozialen
Familien.
• Teilnahme am 2. Weihnachtsbasar der Deutschen Botschaft mit einem eigenen Stand, an dem auch Erzeugnisse aus vielen Förderprojekten angeboten werden.
Oktober 2006: Weitere 30 gefangene Jungen beginnen in der Strafkolonie Zhigulovsk Berufsausbildungslehrgänge.
• Svjeta S. aus dem Gebiet Kostroma erhält lebenswichtige Mukoviszidose-Medikamente.
• Die Mutter der leukämiekranken kleinen Medina M. bittet um Medikamente. Die Prüfung des Falls ergibt, dass Medina bereits von zwei anderen Hilfsfonds Unterstützung erhält und aktuell keine zusätzliche Hilfe benötigt.
• Anne Hofinga und Svjetlana
Pantshenkova vom sozialen Rehazentrum „Garmonija“ in Vjazma nehmen in der Deutschen Botschaft an der Präsentation des Gebiets Smolensk durch dessen Gouverneur teil und versuchen, auf die Nöte von sozialen Einrichtungen im Gebiet Smolensk aufmerksam zu machen.
• Niki M.
aus Georgien, der an Misswuchs leidet, erhält Unterstützung bei der Verlängerung seiner Hüft- und Beinknochen.
September 2006: Besuche in sieben potentiellen sozialen Förderprojekten: Heimschule für Lernbehinderte im Dorf Efimovsk, Gebiet Leningrad (Ausstattung von Übungsräumen); Petersburger Wohltätigkeitsverein „Perspektivy“ (Arbeit mit geistig
behinderten Erwachsenen); gemeinnütziger Verein „Tak zhivjem“ in Tver (Werkstattprojekt für taube Kinder); Rehazentrum Dzershinsk (Frühförderung körperbehinderter Kinder); in Nizhnij Novgorod die Einrichtung „Kamerata“ (Muster-Computerarbeitsplätze für blinde Studenten) sowie die Einrichtung
„Perspektiva“ (mobiler pädagogischer Förderdienst für blinde Vorschulkinder); Zentrum für Heilpädagogik, Moskau (Werkstattprojekt für geistig behinderte Erwachsene).
• Anne Hofinga nimmt im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin an einer Veranstaltung des
Deutsch-Russischen Forums für in Russland tätige Firmen zum Thema „Corporate citizenship - Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen“ teil.
• 45 gefangene Jungen in der Strafkolonie Zhigulovsk, Gebiet Samara, erhalten Abschlusszeugnisse über die
Ausbildungslehrgänge zum Koch und Bäcker.
August 2006: Im Zentrum Perspektive werden die Fotos von der Hilfs- und Projektarbeit seit Beginn der Tätigkeit in Form eines elektronischen Archivs mit allen notwendigen Kontaktinformationen systematisiert.
• Besuch
im „Verband für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen“ in Tiflis, Georgien, der mit dem Sozialprojekt „Tageshaus“ geistig behinderte Vorschulkinder fördern möchte.
Juli 2006: Die Witwe des Tschernobyl-Liquidators Ljudmila P., Gebiet Smolensk, erhält Unterstützung bei der medikamentösen Behandlung ihrer Söhne Mischa und Aljoscha.
• Lebensmittel- und Kleiderhilfe an 18 bedürftige
behinderte Menschen in Moskau.
Juni 2006: Mehrtägige Konferenz des Zentrums Perspektive, die aus den 87 eingereichten Projekten 18 besonders innovative und erfolgversprechende auswählt und diese bittet, detaillierte Beschreibungen und Kostenpläne auszuarbeiten.
• Lebensmittelaktion des Zentrums Perspektive für 66 notleidende Rentner in der Region Klin, Gebiet Moskau.
• Die „Schule des Hl. Georg“ erhält für ihre Gruppe junger schwerbehinderter Erwachsener einen Zuschuss für einen Arbeitsaufenthalt auf dem
Land.
• Vertragsabschluss für das Sozialprojekt „Pravo na zhiznj“, Aufnahme von Berufsausbildungsgängen für strafgefangene Jungen in der Kolonie Zhigulovsk, Gebiet Samara.
• Abrechnungen und Berichte aus den laufenden Projekten.
Mai 2006: Lebensmittelaktion des Zentrums Perspektive in der Region Vjazma des Smolensker Gebiets für 71 notleidende kinderreiche Familien und alleinerziehende Eltern sowie 50 notleidende alleinstehende alte Menschen.
• Bis Ende Mai gehen 87 kurze Projektbeschreibungen von Sozialinitiativen aus den Gebieten Samara, Vologda, Nizhnij Novgorod, Leningrad, Moskau, Altaj, Chabarovsk, Tsheljabinsk, Tjumen, Rjazan, Perm, Krasnojarsk, Tatarstan, Murmansk, den Städten Moskau, St. Petersburg, Izhevsk, Jaroslawl,
Kaliningrad, Ufa, Tomsk, Tver, Stavropol sowie aus Georgien, der Ukraine und Usbekistan ein, die auf Förderung durch die Rußlandhilfe e.V. hoffen.
• Die Witwe eines Tshernobyl-Liquidators Ljudmila P. erhält Hilfe zum Kauf von Medikamenten für ihre Söhne Mischa und
Aljoscha, die an schweren Mehrfacherkrankungen, darunter Tuberkulose, leiden.
April 2006: Teilnahme an der 4. Internationalen Konferenz „Innovative Hilfsprogramme für russische Waisenkinder“ der Industrie- und Handelskammer Russlands.
• Die vollständig neu gefasste und den neuen Sozialgesetzen
angepasste Satzung des Zentrums Perspektive wird ohne Beanstandungen von den Moskauer Behörden registriert.
• Teilnahme am 2. Moskauer Bürgerforum „Gesellschaft - Wirtschaft – Staatsgewalt. Von der Koexistenz über Förderung zur Zusammenarbeit“.
• Arbeitstreffen im Zentrum Perspektive mit dem derzeitigen und dem ehemaligen Leiter der Mädchenstrafkolonie Rjazan sowie einem Vertreter der Gebietsverwaltung Rjazans für das Gefängniswesen zur Ausarbeitung eines Konzeptes für die Erweiterung des „Rehabilitationszentrums für
strafgefangene Waisen“ zu einem kleinen „Rehabilitationsdorf“.
• Fahrt nach Vjazma, Gebiet Smolensk, ins Rehazentrum für Minderjährige „Garmonija“. Durch die von der Rußlandhilfe e.V. gestiftete Gasheizung kann nun ein kleines winterfestes Gewächshaus und für die oft
geschwächten Kinder ein Holzhaus für Wasseranwendungen mit Sauna betrieben werden.
• Nach tatkräftiger Unterstützung im Vorfeld durch die Mitarbeiter des Zentrums Perspektive findet im Zentrum die Jahresversammlung des Vereins „Pedagogitsheskij poisk“ statt. Sie
beschließt, knapp ein Jahr nach dem Tod der Gründerin, die „Schule für Pflegeeltern“ weiterzuführen, und wählt Natalja E. Rybka zur neuen Vorstandsvorsitzenden.
März 2006: Arbeitstreffen von deutsch-russischen Wohltätigkeitseinrichtungen in der Deutschen Botschaft.
• Freiwillige und Mitarbeiter des Zentrums Perspektive installieren bei Vera A. (inoperabler Gehirntumor) in
Moskau ein Telefon, kochen warme Mahlzeiten und besorgen Essensvorräte. Die Hilfeleistungen für Vera werden immer schwieriger, da sie krankheitsbedingt kein Eingreifen in ihrer Umgebung mehr duldet, nicht einmal durch ihre jugendliche behinderte Tochter.
• Intensive
schriftliche und telefonische Beratung von Sozialinitiativen bei der Erstellung von Projektbeschreibungen. – Beratung über Fördermöglichkeiten für ein Hilfsprojekt mit der Filmemacherin Hanna Pollak, Teilnahme an der Vorführung ihres oskarnominierten Films über Straßenkinder in Russland in der
Amerikanischen Botschaft.
Februar 2006: Die Initiative „Pädagogen ins Verhör“ erhält für die neuen Räume Möbel und Bürogeräte. – Zwei Mitarbeiter der Taubstummenschule Archangelsk wohnen während einer Fortbildung zwei Wochen im Zentrum Perspektive. – Elena A. Lejkina nimmt ihre Arbeit als neue Buchhalterin im Zentrum Perspektive auf und passt das Abrechnungssystem des Zentrums den neuen gesetzlichen Vorschriften an. – Nachdem sie ihre Tätigkeit ein Jahr lang im Rahmen des Zentrums Perspektive aufbauen und erproben konnten, führen die Psychologen des mobilen pädagogischen Dienstes „Harmonie“ ihre Arbeit mit verhaltensgestörten Kindern in eine eigene Initiative über. Wir wünschen ihnen viel Erfolg bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe. – Polly von Studnitz, die Ehefrau des früheren Deutschen Botschafters, besucht die „Heilpädagogische Schule des Hl. Georg“ in Moskau. – Anne Hofinga und Dr. Vladimir Streltsov helfen Natalja Rybka von der „Schule für Pflegeeltern“ bei Moskauer Behörden, verleumderische Beschuldigungen gegen sie zu entkräften.
Januar 2006: Es beginnt eine intensive Arbeit an der Neufassung der Satzung des Zentrums Perspektive, die den neuen Sozialgesetzen, die im April in Kraft treten, angepasst werden muss.
• Laufend Briefwechsel mit Lena
aus der Mädchenstrafkolonie Rjazan, die große Angst vor dem Leben nach der Entlassung hat, weil sie „draußen niemanden hat und nirgends hin kann“.
• In der Residenz des Deutschen Botschafters werden Anne Hofinga für die Rußlandhilfe e.V. 5.000 € als Spende vom
Adventsbasar in der Botschaft übergeben.
Dezember 2005: Das Waisenhaus in Nikolskoje bei St. Petersburg erhält Nähmaschinen und Computer für die Arbeit mit den älteren Kindern. – Die Rußlandhilfe darf am Winterbasar des „International Women’s Club of Moscow“ am Tisch der Deutschen
Botschaft Artikel aus den Förderprojekten verkaufen.
• Die „Schule des Heiligen Georg“ erhält Hilfe beim Einbau von Meßgeräten für die Fernheizung. Nur so lassen sich die immensen Heizkosten drastisch senken.
• Das 6. Moskauer
Kinderkrankenhaus erhält das dringend benötigte mobile Ultraschallgerät für Frühgeborene und Kleinkinder.
• 200 arme Kinder aus Förderprojekten in und um Moskau besuchen Weihnachtsvorstellungen in Moskau und erhalten kleine Gaben.
•
Weihnachtsfeier im Zentrum Perspektive für Vertreter aus den Projekten, Mitarbeiter, Helfer, Freiwillige und Freunde.
• Teetrinken mit den Vollwaisen, Lebensmittelaktion und Weihnachtsfeier für alle 450 gefangenen Mädchen in der Mädchenstrafkolonie Rjazan.
November 2005: An Pflegefamilien des Förderprojekts „Schule für Pflegeeltern“ werden gebrauchte Kleidung und Schuhe verteilt.
• Das Projekt „Pädagogen ins Verhör“ erhält Unterstützung bei der Renovierung und
Ausstattung der neuen Räume.
• Rußlandhilfe und Zentrum Perspektive nehmen mit einem eigenen Stand am Adventsbasar in der Deutschen Botschaft teil.
• Die Kölner Rückversicherung veranstaltet für ihre Kunden in der Deutschen Botschaft einen
Wohltätigkeitsabend zugunsten von Rußlandhilfe und Zentrum Perspektive. Dabei treten Kinder aus den Projekten in Archangelsk, Vjazma und Moskau auf, und es gibt eine fröhliche Auktion von Kinderbildern.
• Das Sozialwerk „Tanadgoma“ in Tiflis, Georgien, hat seit Mai
zusätzlich zu den ständig Betreuten 24 notleidende Kranke kostenlos behandelt und Arznei verteilt.
Oktober 2005: Vertreter der Deutschen Botschaft fahren mit in die Mädchenstrafkolonie Rjazan zum Teetrinken mit 56 Vollwaisen und zur Verteilung von warmen Winterjacken.
• Anne Hofinga erhält für ihre Gefangenenhilfe
vom Föderationsdienst Rußlands für das Strafwesen einen hohen Orden, der eigentlich an Ausländer nicht verliehen wird.
• Vera A. aus Moskau erhält Hilfe beim Kauf einer Spezialbrille für ihre Tochter.
• Der mobile pädagogische Dienst
„Harmonie“ des Zentrums Perspektive nimmt seine Arbeit mit verhaltensgestörten Kindern in zwei Moskauer Heimschulen auf.
• Nachdem der Aufbau des Projekts „Holzlehrwerkstatt für lernbehinderte Jungen“ in Demidov seit über einem Jahr stockt, weil der Direktor nicht
nachvollziehbar abrechnete, übernimmt das Schuldepartement des Smolensker Gebiets die weitere Ausstattung der Werkstatt und garantiert den Beginn der Ausbildungstätigkeit für das Schuljahr 2006/2007.
• Pflegekinder der verstorbenen L.V. Demjantshik von der „Schule für
Pflegeeltern“ erhalten zum Einzug in die ersten eigenen Wohnungen Fernseher, die das Moskauer Hotel Baltshug-Kempinski spendete.
September 2005: Rabijat B. aus Karatshaeva-Tsherkessk erhält die zweite Knieprothese.
• Irina R. aus Jaroslawl berät im Zentrum Perspektive Fördermöglichkeiten für ihren Pflegesohn Mischa (10 J., Down-Syndrom und
Autismus).
• Tatjana P. aus Moskau erbittet Hilfe bei Brustkrebs.
• Das Projekt „Pädagogen ins Verhör“ erhält von der Stadt Moskau kostenlose Räume für die Arbeit mit Jugendlichen, die straffällig, aber nicht inhaftiert wurden.
Gleichzeitig wird das Projekt zur selbständigen Rechtsperson.
• Der Leiter des Waisenhauses Nikolskoje bei St. Petersburg lehnt aus eigener Initiative die Förderung des Projektes „Vorbereitung auf ein selbständiges Leben“ ab, da unklar sei, wie lange er noch Heimleiter
bleibe, und er nicht für eine ordnungsgemäße Abwicklung des Projektes garantieren könne.
• Die „Schule des Heiligen Georg“ in Moskau gewinnt den Malwettbewerb der Kölner Rückversicherung.
August 2005: Besuch in drei potentiellen Förderprojekten: der Organisation „Sedoj Ural“ in Perm, die Wohnraum, Familienanbindung und Ausbildung für Waisen schaffen möchte, dem Auffangheim „Nadezhda“ in Perm, das erfolgreiche Bürger zu Paten für die Begleitung von Sozialwaisen fortbilden möchte, und der Organisation „Doroga k domu“ in Zhigulovsk, die Berufsausbildung für strafgefangene Jungen organisieren möchte. „Sedoj Ural“, das in der Vorbereitung am vielversprechendsten erschien, wird vorerst nur Beratung erhalten, weil sich die Vorstellungen des Initiators als völlig realitätsfremd erwiesen. – Lebensmittelaktion in der Jungen-Strafkolonie Zhigulovsk, Gebiet Samara.
Juli 2005: Die Eltern der schwer geistig behinderten Lisa F. (5 J.) aus Tver erhalten Hilfe für eine Diagnose und Therapie in Moskau. – Der Gehörlosenorganisation „Teresa“ in Moskau werden 5 Hörgeräte übergeben. – Polly von Studnitz, Gattin des
Deutschen Botschafters (1995-2002), besucht die Mädchenstrafkolonie Rjazan, trinkt Tee mit 60 Vollwaisen und berät über den künftigen Ausbau des Rehabilitationszentrums „Woschozhdenije“.
Juni 2005: Fahrt nach Voronesh, um vor Ort das Projekt „Utshitsja Zhitj“ (Ausbildung von Heimerziehern) neu zu strukturieren. Die Initiatorin trat vor Projektbeginn als Prorektorin der Pädagogischen Universität Voronesh zurück. Dort ist man seitdem
nicht mehr an einem Studiengang zum Heimerzieher interessiert. Es gelingt, die städtische Sozialbehörde für das Projekt zu interessieren und im „Sozialen Auffangheim für vernachlässigte Kinder“ einen aktiven neuen Partner zu finden. Das Projekt wird völlig neu entwickelt und gezielt auf die
Bedürfnisse der Kinder im Auffangheim zugeschnitten.
• Öffentliche Vorlesung über Musiktherapie im Zentrum Perspektive.
• Im Zentrum Perspektive werden intensive Gespräche mit den Leitern der zukünftigen Förderprojekte
geführt.
• Kurzer Bericht aus der Jungenstrafkolonie Alexin: Das Projekt „Schulunterricht im Untersuchungsgefängnis“ wird seit einem Jahr aus eigener Kraft finanziert.
Mai 2005: Im Zentrum Perspektive gehen 65 Anträge auf Förderung von Sozialprojekten ein. Etwa ein Drittel dieser Projekte ist förderungswürdig. Leider können aus finanziellen Gründen nur 4-6 dieser Projekte unterstützt werden.
• Dmitrij G. erhält zwei digitale Hörgeräte, da er sonst dem Unterricht in der „Schule des Hl. Georg“ nicht folgen könnte.
• Schulentlassungsfest der ersten Abschlußklasse in der „Schule des Hl. Georg“, Moskau, dem ältesten Förderprojekt der
Rußlandhilfe e.V.
• Im Zentrum Perspektive findet eine Gedenkfeier für Ljudmila Demjantshik statt, an der alle ihre Pflegekinder, viele der Pflegeeltern und –kinder, denen sie durch ihre Tätigkeit Mut machte und Hilfe leistete, ihre Mitarbeiter und Helfer und einige
Vertreter des öffentlichen Lebens Moskaus teilnahmen.
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