Chronologische Streiflichter

Juli 2010: Gründung des Deutsch-Russischen Sozialforums auf dem 10. Peters-
burger Dialog in Jekaterinburg, Ural.

Juni 2010: Tätigkeitsberichte aus der Dorfschule Kikino, Projekt „Istoki“ (Gebiet Smolensk), und aus der Schule des Hl. Georg (Moskau).  
Sommerkonzert des kleinen Chors des Zentrums Perspektiva mit Frühlings- und Osterliedern.  
Die fünfjährige Tochter von Frau R. erhält Unterstützung für eine Therapieeinheit bei Kindercerebrallähmung. 
• Im Rahmen des Projekts „Gefangene Waisen“ beginnt die Musiktherapeutin Natalja Lebedeva vom Zentrum Perspektiva, in der Mädchenstrafkolonie Rjazan einen Chor für Waisenmädchen aufzubauen. 
Abschiedsfest für die Zivis Alexander Kern und Heinrich Zinn. 
Die Expertenkommission des Zentrums Perspektiva berät über die 46  Projekt- anträge, die seit Anfang des Jahres hauptsächlich aus Jekaterinburg und dem Gebiet Sverdlovsk, aber auch aus anderen Orten Russlands, eingingen, und wählt acht vielversprechende Projekte aus, die im Juli vor Ort besucht werden.

Mai 2010: Frau R. erhält Hilfe für ihre Tochter (5 J., Kindercerebrallähmung).
Marina G. erhält ein spezielles Korsett für ihren Sohn (4 J., spastische Tetraparäse).
Offizielle Schreiben an die Gebietsverwaltung und die Stadt Rjazan zur Unterstützung des Projekts „Regenbogen“, das dringend eigene Räume für seine heilpädagogische Schule benötigt.
Von den Projekten „Nein zu häuslicher Gewalt“, „Wir eilen zu Hilfe“ (beide Krasnodar) und „Raduga“ (Rjazan) gehen Abrechnungen und Tätigkeitsberichte ein.
Mitarbeiter des Zentrums Perspektiva besuchen den Studenten Andrej T. (20 J., Kindercerebrallähmung) zu Hause im Gebiet Moskau.
Zweites Blockseminar „Fortbildung in Heilpädagogik“ für Mitarbeiter der sozialen Fürsorge und des Gefängniswesens. Themen: Anthropologie, Diagnostik, Plastizieren in Ton, Singen, Theaterarbeit. Unter den 35 Teilnehmern sind inzwischen auch Fachleute aus Moskau, Samara und Jaroslawl.

April 2010: Auf der Internetseite des Menschenrechtsbeauftragten des Russischen Präsidenten im Gebiet Sverdlovsk (Ural) werden die Kriterien und Antragsformulare für soziale Förderprojekte von Rußlandhilfe e.V./Zentrum Perspektiva veröffentlicht.
Interview mit Anne Hofinga für die Zeitschrift „Velikaja Epocha“ unter dem Titel „Wir müssen mehr Menschlichkeit schaffen!“
Irina Zh. bittet um Hilfe für ihren Sohn (3 J., Kindercerebrallähmung).
Seminar „Fundraising“ des Nationalen Fonds zur Förderung der Jugend und der Gesellschaftskammer Russlands.
Seminar „Erweiterte Menschenkunde und künstlerische Betätigung“ in der Schule des Hl. Georg.
Lebensmittelaktion für sechs kinderreiche Familien in Moskau.
Beratung für Vertreter des Vereins „Dorogami dobra (Auf Wegen des Guten)“, die aus dem Gebiet Sverdlovsk anreisten.

März 2010: Unser Zivi Heinrich Zinn wird nach Petersburg entsendet, um dort zwei Monate lang Pjotr G. (18 J., schweres ADHS), der in eine heftige Jugendkrise geriet, individuell zu betreuen.
Versuch, Anträge auf Hilfe für kranke Kinder, die aus Geldmangel abgewiesen werden müssen, an andere Hilfsfonds zu vermitteln.
Abschluss des Fördervertrags für das Projekt „Nein zu häuslicher Gewalt“ (Gebiet Krasnodar).
Nadezhda Sh. (Moskau) bittet um ein Schlafsofa und Lebensmittel für ihre zwei Kinder, eines davon behindert.
Treffen mit Vertretern des Vereins „Gesetz und Ordnung“ zu einer möglichen Zusammenarbeit bei der Hilfe für alleinstehende alte Menschen.
Marina S. (Kaliningrad) bittet um Hilfe für ihren Sohn (7 J., Kindercerebral-
lähmung).
Abrechnungsberichte vom Projekt „Pomogi segodnja“, Physiotherapie in Dzerzhinsk und von der Schule des Hl. Georg.
Unser Zivi Alexander Kern hilft für zwei Monate in der Schule des Hl. Georg bei der Betreuung der behinderten Kinder mit.

Februar 2010:
Anne Hofinga wird als Dr.-Friedrich-Joseph-Haass-Preisträgerin des Deutsch-Russischen Forums eingeladen, auf einer Tagung über Dr. Haass im Amtssitz des katholischen Erzbischofs von Moskau über ihre Tätigkeit zu berichten.
Vertragsabschluss über das Projekt „Regenbogen“, Aufbau einer heilpädagogi-
schen Schule in Rjazan.
Erstes Fachseminar „Reaktionen der Zivilgesellschaft auf soziale Probleme in der Gesellschaft“ der Arbeitsgruppe Zivilgesellschaft des Petersburger Dialogs, das Rußlandhilfe e.V./Zentrum Perspektiva gemeinsam mit dem „Rat des Russischen Präsidenten für Zivilgesellschaft und Menschenrechte“ organisieren. 25 Fachleute aus Deutschland und Russland beraten zwei Tage lang intensiv in Moskau über sechs soziale Themen und empfehlen die Gründung eines Deutsch-Russischen Sozialforums.
Im Zentrum Perspektiva nimmt ein eigener kleiner Chor die Arbeit auf.
Runder Tisch der Russischen Neuen Universität Moskau zu „Mechanismen zur Erhöhung der Effektivität von Menschenrechtsorganisationen“.
Natalja V., Alla Zh. und Svetlana R. (Gebiet Vladimir) bitten um Hilfe, z.B. für orthopädische Schuhe für ihre Kinder (3, 6 und 7 J., alle Kindercerebrallähmung).
Erstes Blockseminar „Fortbildung in Heilpädagogik“ in Rjazan für Mitarbeiter staatlicher und nichtstaatlicher Einrichtungen der sozialen Fürsorge und des Gefängniswesens für die Arbeit mit geistig behinderten, verhaltensauffälligen und sozial desorientierten Kindern und Jugendlichen aus Problemfamilien.
Gedächtnisfeier für den früheren Mitarbeiters des Zentrums Perspektiva Igor S.
Galina Z. (Gebiet Kaliningrad) bittet um Hilfe für ihren Sohn (23 J., Muskel-
dystrophie).

Januar 2010: Der Student Andrej T. (19 J., Kindercerebrallähmung) bittet um Hilfe bei der Bezahlung eines Rehabilitationskurses.
Neujahrstreffen aller Mitarbeiter, Helfer, Freiwilligen und Freunde des Zentrums Perspektiva, Moskau.
Irina L. bittet um Hilfe für ihren Sohn (13 J., Kindercerebrallähmung).
Feiern zum orthodoxen Weihnachten in der Mädchenstrafkolonie Rjazan mit Hirtenspiel und Geschenken für alle gefangenen Mädchen, „Spirale des Lebens“ für gefangene Waisen mit festlichem Abendessen im Rehazentrum für Waisen.
Einladung zur Konferenz „Perspektiven und aktuelle Probleme der Zusammen-
arbeit zwischen sozialen Rehazentren und sozial orientierten Firmen“ in Smolensk.
Treffen mit Ella Pamfilova, der Vorsitzenden des „Rats des Russischen Präsidenten für Zivilgesellschaft und Menschenrechte“, gemeinsame Auswahl der russischen Teilnehmer für das Fachseminar zu Sozialfragen des Petersburger Dialogs.

Dezember 2009: Ella Pamfilova, die Vorsitzende des Rats zum Aufbau von Instituten einer Zivilgesellschaft und für Menschenrechtsfragen beim Präsidenten der Russischen Föderation, bittet Anne Hofinga, russische Fachleute, insbesondere Praktiker, zu international relevanten sozialen Problemen zu benennen, die von russischer Seite an einem Arbeitstreffen zur geplanten Gründung eines Forums für soziale Fragen in Anbindung an den Petersburger Dialog teilnehmen sollten.
Teilnahme am Empfang russischer und internationaler Nichtregierungsorganisa-
tionen (NGOs) in der Französischen Botschaft.
Kleideraktion im Dorf Kikino im Gebiet Smolensk und Übergabe von Büchern für den Deutschunterricht, die das Goethe-Institut, die Deutsche Schule und die Moskauer Deutsche Zeitung stifteten.
Weihnachtsfeier im Zentrum Perspektive für Kinder und Mitarbeiter aus Förder-
projekten, Freunde, Helfer und Förderer.
Der schon traditionelle Besuch in der Mädchenstrafkolonie Rjazan mit Advents-
feier für alle Waisen und Sozialwaisen, Weihnachtsgaben und -feier für alle strafgefangenen Mädchen und festlichem Abendessen im Rehabilitationszentrum „Woschozhdenie“ für Waisen muss leider auf den Januar verschoben werden, weil die Kolonie wegen der Grippewelle unter Quarantäne steht.
Karten für den Besuch eines Weihnachtsmärchens in Moskauer Theatern und Weihnachtsgeschenke für über 300 Kinder aus armen Familien aus Moskau und den Gebieten Moskau und Smolensk.
Die Deutsche Schule Moskau spendet 150.000 Rubel von ihrem Weihnachts-
basar an das Zentrum Perspektive.
Weihnachtsfeier, festliche Tafel und Weihnachtsgeschenke für die Kinder der Dorfschule in Kikino.

November 2009:
Lebensmittelaktionen für knapp 600 notleidende Familien mit Kindern und alleinstehende Rentner in Dörfern und Kleinstädten in den Gebieten Moskau und Smolensk.
Die sechsjährige Sascha P., die an Kindercerebrallähmung leidet,  beendet den von der Rußlandhilfe e.V. finanzierten vierwöchigen Rehabilitationskurs mit sehr guten Resultaten.
Rußlandhilfe e.V. und Zentrum Perspektive gestalten auf den Weihnachtsbasaren in der Deutschen Botschaft und der Deutschen Schule Moskau je einen Stand mit Artikeln der Förderprojekte.
Teilnahme an einem Runden Tisch in Moskau zu rechtlichen Problemen bei dem Sammeln von Spenden in Russland.

Oktober 2009: Einladung an Anne Hofinga, als Trägerin des Friedrich-Joseph-
Haass-Preises von 2008 in der Residenz des katholischen Erzbischofs in Moskau auf einer internationalen Tagung zu Dr. Haass unter dem Thema „In den Fuß-
stapfen des heiligen Doktors“ von ihrer 20jährigen Tätigkeit insbesondere im Bereich der Arbeit mit Gefangenen zu berichten.
Treffen mit der Leitung der Deutsch-Russischen Außenhandelskammer in Moskau, wo man überlegt, die Hilfe für drei geförderte Waisenhäuser in Kolomna über das Zentrum Perspektive abzuwickeln.
Vertragsabschluss mit dem Fond Mira in Krasnodarsk über die Förderung des Projekts „Wir eilen zu Hilfe!“, Selbsthilfe für Mütter von Rollstuhlkindern.
Bertha Ackermann, eine 90jährige Russlanddeutsche aus Beresovskij bei Ekaterinburg im Ural, die sich nicht mehr selbst helfen kann, erhält vier große Hilfspakete mit Pampers, Unterlagen und Babygläschen.
Die Rußlandhilfe e.V. bezahlt einen Teil der Rückenmarks-OP in Israel für den kleinen Vladimir L.
Teilnahme an einem Runden Tisch der Gesellschaftskammer Russlands zum Thema „Wie können günstige Voraussetzungen für die Entwicklung neuer Mechanismen für Spenden in Russland geschaffen werden?“.

September 2009: 20Jahresfeier der Rußlandhilfe e.V. und 10Jahresfeier des Zentrums Perspektive in der Deutschen Botschaft Moskau mit einer Ausstellung mit Basar von 24 deutsch-russischen Partnerschafts-NGOs, einem Festakt und einem Wohltätigkeitskonzert des Münchner Madrigalchors.
Sergej A. aus dem Gebiet Bransk, der trotz fortgeschrittener Multipler Sklerose alleine lebt, erhält ein elektrisches Krankenbett, damit er regelmäßig selbständig seine Position im Bett ändern kann.

August 2009: Unsere zwei Zivildienstleistenden, Alexander Kern und Heinrich Zinn, nehmen ihren Dienst im Zentrum Perspektive auf.
Zweitägige Beratung und Hilfe bei der Erstellung einer professionellen Projektbeschreibung für die Gründer der Einrichtung „Raduga“ in Rjazan, wo heilpädagogisch und beschäftigungstherapeutisch mit behinderten Jugendlichen gearbeitet werden soll. 

Juli 2009: Besuch in vier Initiativen im Gebiet Rostov, die die Förderung sozialer Projekte beantragten: „Tue den ersten Schritt“, Gehhilfen und Rollstühle für immobile alleinstehende alte Menschen; „Rehabilitation für behinderte Kinder“; „Soziales Theater“, HIV-Prophylaxe in einer Strafkolonie für Jungen; „Holzwerk-
statt“, beschützende Arbeitsplätze für geistig behinderte Erwachsene. Einen Kindergarten in Dagestan, der um Ausstattung für die Arbeit mit Kindern, die durch Krieg und Flucht traumatisiert sind, bat, können wir aufgrund der Sicherheitslage (gehäufte Entführungen, insbesondere von Ausländern) leider nicht besuchen.
Anne Hofinga nimmt am 9. Petersburger Dialog in München teil, dem jährlichen Treffen von Vertretern der Gesellschaften Russlands und Deutschlands, dessen Abschlussveranstaltung Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Dmitrij Medvedev besuchten.

Juni 2009: Das Projekt „Semejnaja Usadba“ in Irkutsk erhält keine Förderung, weil man plötzlich darauf besteht, statt des beantragten russischen Minibusses einen japanischen Van zu bekommen, der zu klein für den Transport der acht behinderten Betreuten ist und dessen Unterhalt von der Einrichtung nicht selbst geleistet werden kann.
Nach Gesetzesänderungen in Russland Erarbeitung von neuen Vertragsvorlagen für individuelle Hilfen an Notleidende sowie für die Förderung sozialer Projekte.
Teilnahme an der 10. Konferenz für deutsch-russische Städtepartnerschaften in Wolgograd.
Eine Gruppe von Journalisten vom Deutsch-Russischen Forum, Berlin, besucht die Schule des Hl. Georg, Moskau.
Internationale Tagung für Heilpädagogen und Sozialtherapeuten in Rostov am Don.

Mai 2009: Anna P. aus dem Gebiet Tula bittet um die Finanzierung eines Reha-
Kurses für ihre sechsjährige Tochter, die an
Kinder-Cerebralparese leidet. Die Kosten von 130.000 Rubeln (ca. 3000 €) sind unerschwinglich bei einem Einkommen von ca. 7000 Rubeln.
Letztes Blockseminar der Heilpädagogik-Fortbildung für die Mitarbeiter des Rehazentrums für Kinder aus Problemfamilien in Vjazma sowie für Staatsbeamte, Pädagogen und Psychologen aus dem Gebiet Smolensk.
Erster Abrechnungsbericht der Dorfschule Kikino.
Teilnahme an einer Veranstaltung der Gesellschaftskammer Russlands und des Schiedsgerichtes Moskau zur Erstellung von Kriterien für die Auswahl von Volksbeisitzern und Geschworenen.
Arbeit an der Projektbeschreibung für die Ausbildung von Heilpädagogen in Rjazan.

Fortsetzung folgt in Kürze.

Berlin, 27. März 2008:

Verleihung des Dr. Friedrich Joseph Haass-Preises des Deutsch-Russischen Forums an Anne S. Hofinga

Der Dr. Friedrich Joseph Haass-Preis wird vom Deutsch-Russischen Forum jährlich an eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens verliehen, die sich in besonderer Weise um die deutsch-russischen Beziehungen verdient gemacht hat. Preisträger waren u.a. Michail Gorbatschow (2007), Manfred Stolpe (2002), Jurij Luschkow (2001) und Thomas Roth (1996).

Anne Hofinga erhielt den Preis für ihre besonderen Verdienste um die deutsch-russischen Beziehungen im Bereich bürgerschaftlichen Engagements. Er wurde ihr am 27. März 2008 in Berlin im Rahmen einer Festveranstaltung des Deutsch-Russischen Forums im Hotel Adlon überreicht.
Festredner war Altbundespräsident Prof. Dr. Roman Herzog, Laudator Botschafter a.D. Dr. Ernst-Jörg von Studnitz. Das Preisgeld in Höhe von 2500 Euro stiftete Anne Hofinga der Rußlandhilfe e.V. Eine zweite Preisträgerin war Angelika Küpper von der Gesellschaft für deutsch-russische Begegnung Essen e.V.

Dr. Friedrich Joseph Haass, der „Heilige Doktor“ aus Bad Münstereifel, kam 1806 nach Moskau, wo er zunächst als Arzt der Oberschicht und oberster Amtsarzt wirkte. Ab 1828 widmete er sich der Fürsorge um die Gefangenen, die nach Sibirien verbannt wurden. 1844 eröffnet er ein Krankenhaus für Obdachlose, das er mit seinem kompletten Privatvermögen finanzierte und in dem er bis zu seinem Lebensende 1953 wirkte. Zu seiner Beerdigung kamen 20.000 Menschen. Nachfahren der Gefangenen und Obdachlosen, die er jahrzehntelang seelsorgerisch, sozial und medizinisch betreute, pflegen bis heute das Grab des „Heiligen Doktors“ in Moskau.


Fotos: K.D. Busch

Chronologische Streiflichter 2005 - 2007

Dezember 2007: Anne Hofinga hält im Moskauer „Städtischen Komitee für gesellschaftliche und interregionale Beziehungen“ einen Kurzvortrag zum Thema „Rechtsgrundlagen für die gezielte staatliche Förderung von gemeinnützigen Nichtregierungsorganisationen in Deutschland“. Im Komitee sucht man nach einem Modell für eine bessere Zusammenarbeit von Moskauer Stadtteilsämtern mit privaten gemeinnützigen Einrichtungen.
• Teilnahme am Weihnachtsbasar in einem extrem teuren Moskauer Bioladen. Leider stellte sich heraus, dass unser aufwendig weihnachtlich geschmückter Stand in Wirklichkeit nur Dekorationszwecken dienen sollte. Der Geschäftsleitung war es gleichgültig, ob auch nur die Unkosten durch den Verkauf von Holzspielzeug gedeckt wurden. Den neureichen Russen, die drei Euro für 100 gr. Bio-Chinakohl oder acht Euro für 150 ml Glühwein bezahlen, waren vier Euro für einen der handgearbeiteten und -bemalten Holzengel zu teuer…
• Einführung in moderne Heilpädagogik und Kunsttherapie für 15 Mitarbeiter und erste Einheit heilpädagogischer und kunsttherapeutischer Arbeit mit Waisen und Sozialwaisen der Mädchenstrafkolonie in Rjazan durch Mitarbeiter des Petersburger Instituts für Heilpädagogik und der Moskauer Staatlichen Pädagogischen Universität.
• Lebensmittelaktion für 100 notleidende alleinstehende Rentner und 80 Familien mit Kindern in vergessenen Dörfern im Gebiet Smolensk.
• Beginn des Sozialprojekts „Deti nashich sel“, Hilfe für vernachlässigte Kinder in weit entlegenen Dörfern.
Weihnachtsfeier des Zentrums Perspektive für die Kinder des sozialen Rehazentrums „Garmonija“ in Vjazma. Geschenke für 124 dieser Kinder.
• Anne Hofinga nimmt beim Malteser Hilfsdienst Moskau an einem informellen Treffen mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages zur sozialen Lage in Russland teil.
• Über 200 bedürftige Kinder aus sechs Förderprojekten erhalten Neujahrsgeschenke und Karten für den Besuch von Weihnachtsmärchen.
• Teilnahme am Diskussionsforum „Russland und die EU: Zukunft der Zusammenarbeit“, veranstaltet von der K.-Adenauer-Stiftung, dem Europa-Institut der Russischen Akademie der Wissenschaften und dem Institut für Europaforschungen der Universität des Russischen Außenministeriums.
• Weihnachtsfeier im Zentrum Perspektive für Freiwillige, Helfer und Mitarbeiter und Kinder und Mitarbeiter aus den Förderprojekten. Adventsfeier für 70 Waisen, Besuch im Rehazentrum, Lebensmittelaktion für alle 320 gefangenen Mädchen und große Weihnachtsfeier in der Mädchenstrafkolonie Rjazan.

November 2007: Viertes Kompaktseminar „Heilpädagogik“ in Vjazma. Dozent: Dr. Thomas Maschke von der Kaspar-Hauser-Förderschule in Überlingen.
• Seminar „Maltherapie“ für Pädagogen und Menschen in Heilberufen im Zentrum Perspektive.
• Polly von Studnitz, die Schirmherrin der Rußlandhilfe e.V. und Gattin des Deutschen Botschafters 1995-2002, hilft beim Verkauf von Artikeln aus den Förderprojekten am Stand der Rußlandhilfe e.V. auf dem 3. Weihnachtsbasar der Deutschen Botschaft.
Arbeitstreffen mit Vertretern des englischen Hilfsfonds „Love Russia“, die sich für das geplante Rehadorf der Mädchenstrafkolonie Rjazan interessieren.
• Lebensmittelaktion für 50 notleidende alleinstehende Rentner und 169 Familien mit Kindern im Landkreis Vjazma, Gebiet Smolensk.

Oktober 2007: Jacob Riemer aus Köln nimmt seinen Zivildienst im Zentrum Perspektive auf. - Runder Tisch und Pressekonferenz zum Thema „Informationsquellen über Nothilfe, soziale Hilfe und Wohltätigkeitsorganisationen in Russland“ im „Freien Pressezentrum Dialog“.
• Abrechnungsberichte aus den Sozialprojekten „Tanadgoma“ und „Tageshaus“ in Tiflis, Georgien.
• Beginn der Einarbeitung von vier neuen Sozialarbeitern im Zentrum Perspektive.

September 2007: Drittes Kompaktseminar „Ausbildung zum Heilpädagogen und Sozialtherapeuten“ in Vjazma für Mitarbeiter des staatlichen Rehazentrums „Garmonija“, des Schuldepartements des Gebietes Smolensk sowie der Mädchenstrafkolonie Rjazan.
• Empfang des Hessischen Wirtschaftsministers in der Deutschen Botschaft.

Juli & August 2007: Suche neuer Mitarbeiter für das Zentrum Perspektive. Gulnara Vaskina wird Mutter. Zwei Sozialarbeiterinnen gehen in Rente, eine dritte nimmt ein Promotionsstudium in Deutschland auf, eine weitere muß während ihres Examensjahrs aussetzen.

Juni 2007: Abrechnungsberichte aus allen laufenden sozialen Förderprojekten, darunter aus den Projekten „Solnyshko“ und „Svobodnoe vremja“, Förderung und Gestaltung eines menschenwürdigen Lebens für geistig behinderte Kinder und Erwachsene in zwei staatlichen Heimen im Gebiet St. Petersburg, den Projekten „Kompjuternyje technologii“, Förderung blinder Studenten und junger Wissenschaftler, und „Pomogi segodnja“, Physiotherapie für körperbehinderte Kinder im Gebiet Nizhnij Novgorod, sowie dem Projekt „Tanadgoma“, medizinisch-soziale Hilfe für Notleidende und alte Menschen in Tiflis, Georgien.
• Erneute Hilfe für Svjeta S. bei Mukoviszidose, die nun schon fast neun Jahre nur dank der Unterstützung durch die Rußlandhilfe e.V. überlebt.

Mai 2007: Hilfe für Antonina K. und ihre Enkelin Nastja. Nachdem die Ärzte die Implantation der neuen Herzklappe, die die Rußlandhilfe e.V. ihr bezahlen wollte, kurzfristig als bereits zu riskant absagten, erhält sie Hilfe zum Lebensunterhalt, damit sie Nastja noch möglichst lange selbst aufziehen kann. Ihr Einkommen liegt unter der Armutsgrenze.
• Zweites Kompaktseminar „Ausbildung zum Heilpädagogen“ in Vjazma.
• Aus dem Projekt „Sozialnyj patronazh“, Förderung blinder Vorschulkinder im Gebiet Nizhnij Novgorod, kommt die Nachricht, dass man nach unerwarteten Absagen keine neuen geeigneten Studenten für die Hausbesuche bei blinden Kindern finden konnte. Die Arbeit könne daher nicht beginnen, und die Rußlandhilfe e.V. solle die Fördersumme nicht anweisen.
• Einigen Eltern von Kindern mit Downsyndrom, die die integrative Schule „Kavtshek“ in Moskau besuchen, kann leider die Betreuung durch einen Petersburger Psychologen nicht bezahlt werden. Es gibt auch in Moskau genügend erfahrene Spezialisten für die Arbeit mit Eltern solcher Kinder.
• Kurzes Sprachgestaltungsseminar für Menschen in Heilberufen im Saal des Zentrums Perspektive.

April 2007: Erstes Kompaktseminar „Ausbildung zum Heilpädagogen und Sozialtherapeuten“ in Vjazma für Mitarbeiter des staatlichen Rehazentrums „Garmonija“, des Schuldepartements des Gebietes Smolensk sowie der Mädchenstrafkolonie Rjazan.
• Kleideraktion für bedürftige Familien und Rentner im Zentrum Perspektive.
• Lebensmittelaktion für notleidende Familien mit behinderten Kindern in Kaljazin, Gebiet Tver.
• Prüfung eines Projektvorhabens vor Ort: Das „Staatliche Zentrum für komplexe soziale Hilfe für die Bevölkerung des Landkreises Kaljazin“ möchte für 180 körperlich behinderte Kinder Rehabilitationsmaßnahmen organisieren. Aber die Ideen hierfür gehen über die Anschaffung verschiedener Hometrainer nicht hinaus. Nach einer Prüfung der räumlichen Möglichkeiten werden die Leiter des Sozialzentrums intensiv beraten, insbesondere über das erforderliche Fachpersonal. Zum Erfahrungsaustausch werden sie an das soziale Rehabilitationszentrum in Vjazma verwiesen. Die Rußlandhilfe e.V. wird sich ggf. an den erheblichen Fahrtkosten dorthin beteiligen.
• Eingang einer Kurzbeschreibung eines Projektes „Heilpädagogik für behinderte Vorschulkinder aus Rjazan“ mit der Bitte um Beratung und Förderung.
• Abgabe des ersten Berichtes des Zentrums Perspektive nach neuen amtlich vorgeschriebenen Regeln in der Statistikbehörde.

März 2007: Auf Einladung des Leiters der Gebietsverwaltung für das Gefängniswesen in Rjazan nimmt Anne Hofinga an einem ganztätigen Besuch zahlreicher Medienvertreter in Rjazaner Strafanstalten teil und stellt das Vorhaben „Rehabilitationsdorf für strafgefangene Waisen und Sozialwaisen“ auf einer Pressekonferenz in der Mädchenstrafkolonie sowie in der Akademie für Gefängnispersonal in Rjazan vor.
• In Rjazan Einführungsvortrag zur Heilpädagogik von Dr. Tamara Issaeva von der Schule des Hl. Georg, Moskau.
• Die Leiterin des „Zentrums für Hören und Sprechen“ in Archangelsk berichtet, dass das Archangelsker staatliche Internat für gehörlose Kinder, an das das „Zentrum für Hören und Sprechen“ angeschlossen gewesen war, plötzlich staatlicherseits aufgelöst und die meisten Kinder in ein Internat in einem weit entfernten Dorf verlegt wurden, wo es keine Fachkräfte für eine gezielte Förderung der Kinder gibt. Die von der Rußlandhilfe e.V. gestifteten Trainingsgeräte für das Hör- und Sprechvermögen verblieben im „Zentrum für Hören und Sprechen“. Die daran ausgebildeten Fachkräfte werden in einem Raum der Archangelsker Invalidengesellschaft alle gehörlosen Kinder in erreichbarer Nähe weiter schulen. So wird die Arbeit in geringerem Umfang weitergehen.

Februar 2007: Hilfe für den Schulbesuch des elfjährigen Mischa aus Jaroslawl (Downsyndrom, Autismus).
• Fünfjahresfeier des Rehabilitationszentrums „Woschozhdenie“ für Waisen und Sozialwaisen der Mädchenstrafkolonie Rjazan, das mit Förderung der Rußlandhilfe e.V. aufgebaut wurde.
• Fortbildung für Mitarbeiter des Zentrums Perspektive in Rechnungslegung und Berichtswesen nach den neuen amtlich vorgeschriebenen Regeln in Russland. Diese sind so unübersichtlich und widersprüchlich, dass selbst erfahrene Juristen und Buchhalter nicht in der Lage sind, wirklich verbindliche Anleitungen für die Erstellung der Dokumente zu geben.

Januar 2007: Übergabe von 10.000 Euro Spende aus den Basareinnahmen der Deutschen Botschaft Moskau auf einem festlichen Empfang in der Residenz des Botschafters.
• Eine Vertreterin der Organisation „Trud“ der UN besucht das Zentrum Perspektive, um Möglichkeiten einer Zusammenarbeit zu besprechen.
• Proseminar Heilpädagogik im staatlichen Rehazentrum für vernachlässigte Kinder und Jugendliche „Garmonija“ in Vjazma.
• Beginn der Erfassung der Gesamttätigkeit des Zentrums Perspektive nach neuen amtlichen Regeln in drei Wohltätigkeitsprogrammen: „Hilfe in der Not“, „Soziale Projekte“ und „Netzwerk“. Ohne solche Programme, die den Charakter einer Satzung tragen, ist gemeinnützige Arbeit auf Spendengrundlage in Russland bald rechtlich nicht mehr möglich.
• Hilfe für Frau Shukina aus dem Moskauer Gebiet, die an ungeklärten Ohnmachtsanfällen leidet. Nachdem sie 20 Jahre lang ihren querschnittsgelähmten Mann und in den letzten Jahren zusätzlich ihren schwer tuberkulosekranken Sohn pflegte und deshalb nicht arbeiten konnte, kann sie die notwendigen Untersuchungen nicht bezahlen.

Dezember 2006: Förderung von individuellem Schulunterricht für den elfjährigen Mischa aus Jaroslawl (Down-Syndrom).
• Lebensmittelaktion für 100 notleidende Familien und 80 alleinstehende Rentner aus dem Landkreis Vjazma, Gebiet Smolensk
• Karten für den Besuch von Weihnachtsmärchen und Geschenke für 200 bedürftige Kinder aus fünf Förderprojekten.
• Vertragsabschlüsse über die Förderung von vier neuen Sozialprojekten im Gebiet Leningrad sowie in St. Petersburg, Nizhij Novgorod und Dzerszhinsk.
• Teilnahme am „Ersten Moskauer Wohltätigkeitsforum“ im Oberbürgermeisteramt.
• Weihnachtsfeier für Kinder und Mitarbeiter aus den Förderprojekten, Freiwillige, Helfer und Mitarbeiter des Zentrums Perspektive in Moskau.
• Weihnachtsfeiern mit Geschenken für 100 Kinder aus notleidenden Familien im sozialen Rehazentrum Vjzama.
• Arbeit mit Waisen, Besuch im Rehazentrum, Lebensmittelaktion für alle 350 gefangenen Mädchen und große Weihnachtsfeier in der Mädchenstrafkolonie Rjazan.

November 2006: Vera A., Moskau (Kopftumor), bittet um die Kostenübernahme einer Com-putertomographie ihrer behinderten Tochter. Mitarbeiter des Zentrums Perspektive setzen durch, dass die Stadt Moskau diese Untersuchung bezahlt.
• Polly von Studnitz, die Schirmherrin der Rußlandhilfe e.V. und Gattin des Deutschen Botschafters 1995-2002, Oberst Vitalij Polozjuk, Chef der Abteilung für soziale, psychologische und Erziehungsarbeit des Föderationsdienstes für das Strafwesen Russlands, Oberst Oleg Ananjev, Leiter des Fachbereichs für Sozialarbeit an der Rjazaner Akademie für Fachkräfte im Strafwesen und ehemaliger Leiter der Mädchenstrafkolonie Rjazan, sowie Anne Hofinga besprechen im Zentrum Perspektive den Ausbau des Rehabilitationszentrums für Waisen und Sozialwaisen der Mädchenstrafkolonie Rjazan zu einem kleinen Rehabilitationsdorf. Es wird geplant, dass die Arbeit des Rehadorfs von der Akademie wissenschaftlich begleitet wird und die Studenten dort Praktika leisten, um die Arbeitsansätze später in anderen Gefängnissen Russlands zu verbreiten.
• Mitarbeiter des sozialen Rehazentrums „Garmonija“ in Vjazma, Gebiet Smolensk, der heilpädagogischen „Schule des Hl. Georg“ und des Zentrums Perspektive in Moskau planen den Aufbau eines Ausbildungslehrgangs für Heilpädagogen in Vjzama für die Arbeit mit verwahrlosten Kindern aus asozialen Familien.
• Teilnahme am 2. Weihnachtsbasar der Deutschen Botschaft mit einem eigenen Stand, an dem auch Erzeugnisse aus vielen Förderprojekten angeboten werden.       

Oktober 2006: Weitere 30 gefangene Jungen beginnen in der Strafkolonie Zhigulovsk Berufsausbildungslehrgänge.
• Svjeta S. aus dem Gebiet Kostroma erhält lebenswichtige Mukoviszidose-Medikamente.
• Die Mutter der leukämiekranken kleinen Medina M. bittet um Medikamente. Die Prüfung des Falls ergibt, dass Medina bereits von zwei anderen Hilfsfonds Unterstützung erhält und aktuell keine zusätzliche Hilfe benötigt.
• Anne Hofinga und Svjetlana Pantshenkova vom sozialen Rehazentrum „Garmonija“ in Vjazma nehmen in der Deutschen Botschaft an der Präsentation des Gebiets Smolensk durch dessen Gouverneur teil und versuchen, auf die Nöte von sozialen Einrichtungen im Gebiet Smolensk aufmerksam zu machen.
• Niki M. aus Georgien, der an Misswuchs leidet, erhält Unterstützung bei der Verlängerung seiner Hüft- und Beinknochen.

September 2006: Besuche in sieben potentiellen sozialen Förderprojekten: Heimschule für Lernbehinderte im Dorf Efimovsk, Gebiet Leningrad (Ausstattung von Übungsräumen); Petersburger Wohltätigkeitsverein „Perspektivy“ (Arbeit mit geistig behinderten Erwachsenen); gemeinnütziger Verein „Tak zhivjem“ in Tver (Werkstattprojekt für taube Kinder); Rehazentrum Dzershinsk (Frühförderung körperbehinderter Kinder); in Nizhnij Novgorod die Einrichtung „Kamerata“ (Muster-Computerarbeitsplätze für blinde Studenten) sowie die Einrichtung „Perspektiva“ (mobiler pädagogischer Förderdienst für blinde Vorschulkinder); Zentrum für Heilpädagogik, Moskau (Werkstattprojekt für geistig behinderte Erwachsene).
• Anne Hofinga nimmt im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin an einer Veranstaltung des Deutsch-Russischen Forums für in Russland tätige Firmen zum Thema „Corporate citizenship - Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen“ teil.
• 45 gefangene Jungen in der Strafkolonie Zhigulovsk, Gebiet Samara, erhalten Abschlusszeugnisse über die Ausbildungslehrgänge zum Koch und Bäcker.

August 2006: Im Zentrum Perspektive werden die Fotos von der Hilfs- und Projektarbeit seit Beginn der Tätigkeit in Form eines elektronischen Archivs mit allen notwendigen Kontaktinformationen systematisiert.
• Besuch im „Verband für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen“ in Tiflis, Georgien, der mit dem Sozialprojekt „Tageshaus“ geistig behinderte Vorschulkinder fördern möchte.

Juli 2006: Die Witwe des Tschernobyl-Liquidators Ljudmila P., Gebiet Smolensk, erhält Unterstützung bei der medikamentösen Behandlung ihrer Söhne Mischa und Aljoscha.
• Lebensmittel- und Kleiderhilfe an 18 bedürftige behinderte Menschen in Moskau.

Juni 2006: Mehrtägige Konferenz des Zentrums Perspektive, die aus den 87 eingereichten Projekten 18 besonders innovative und erfolgversprechende auswählt und diese bittet, detaillierte Beschreibungen und Kostenpläne auszuarbeiten.
• Lebensmittelaktion des Zentrums Perspektive für 66 notleidende Rentner in der Region Klin, Gebiet Moskau.
• Die „Schule des Hl. Georg“ erhält für ihre Gruppe junger schwerbehinderter Erwachsener einen Zuschuss für einen Arbeitsaufenthalt auf dem Land.
• Vertragsabschluss für das Sozialprojekt „Pravo na zhiznj“, Aufnahme von Berufsausbildungsgängen für strafgefangene Jungen in der Kolonie Zhigulovsk, Gebiet Samara.
• Abrechnungen und Berichte aus den laufenden Projekten.

Mai 2006: Lebensmittelaktion des Zentrums Perspektive in der Region Vjazma des Smolensker Gebiets für 71 notleidende kinderreiche Familien und alleinerziehende Eltern sowie 50 notleidende alleinstehende alte Menschen.
• Bis Ende Mai gehen 87 kurze Projektbeschreibungen von Sozialinitiativen aus den Gebieten Samara, Vologda, Nizhnij Novgorod, Leningrad, Moskau, Altaj, Chabarovsk, Tsheljabinsk, Tjumen, Rjazan, Perm, Krasnojarsk, Tatarstan, Murmansk, den Städten Moskau, St. Petersburg, Izhevsk, Jaroslawl, Kaliningrad, Ufa, Tomsk, Tver, Stavropol sowie aus Georgien, der Ukraine und Usbekistan ein, die auf Förderung durch die Rußlandhilfe e.V. hoffen.
• Die Witwe eines Tshernobyl-Liquidators Ljudmila P. erhält Hilfe zum Kauf von Medikamenten für ihre Söhne Mischa und Aljoscha, die an schweren Mehrfacherkrankungen, darunter Tuberkulose, leiden.

April 2006: Teilnahme an der 4. Internationalen Konferenz „Innovative Hilfsprogramme für russische Waisenkinder“ der Industrie- und Handelskammer Russlands.
• Die vollständig neu gefasste und den neuen Sozialgesetzen angepasste Satzung des Zentrums Perspektive wird ohne Beanstandungen von den Moskauer Behörden registriert.
• Teilnahme am 2. Moskauer Bürgerforum „Gesellschaft - Wirtschaft – Staatsgewalt. Von der Koexistenz über Förderung zur Zusammenarbeit“.
• Arbeitstreffen im Zentrum Perspektive mit dem derzeitigen und dem ehemaligen Leiter der Mädchenstrafkolonie Rjazan sowie einem Vertreter der Gebietsverwaltung Rjazans für das Gefängniswesen zur Ausarbeitung eines Konzeptes für die Erweiterung des „Rehabilitationszentrums für strafgefangene Waisen“ zu einem kleinen „Rehabilitationsdorf“.
• Fahrt nach Vjazma, Gebiet Smolensk, ins Rehazentrum für Minderjährige „Garmonija“. Durch die von der Rußlandhilfe e.V. gestiftete Gasheizung kann nun ein kleines winterfestes Gewächshaus und für die oft geschwächten Kinder ein Holzhaus für Wasseranwendungen mit Sauna betrieben werden.
• Nach tatkräftiger Unterstützung im Vorfeld durch die Mitarbeiter des Zentrums Perspektive findet im Zentrum die Jahresversammlung des Vereins „Pedagogitsheskij poisk“ statt. Sie beschließt, knapp ein Jahr nach dem Tod der Gründerin, die „Schule für Pflegeeltern“ weiterzuführen, und wählt Natalja E. Rybka zur neuen Vorstandsvorsitzenden.

März 2006: Arbeitstreffen von deutsch-russischen Wohltätigkeitseinrichtungen in der Deutschen Botschaft.
• Freiwillige und Mitarbeiter des Zentrums Perspektive installieren bei Vera A. (inoperabler Gehirntumor) in Moskau ein Telefon, kochen warme Mahlzeiten und besorgen Essensvorräte. Die Hilfeleistungen für Vera werden immer schwieriger, da sie krankheitsbedingt kein Eingreifen in ihrer Umgebung mehr duldet, nicht einmal durch ihre jugendliche behinderte Tochter.
• Intensive schriftliche und telefonische Beratung von Sozialinitiativen bei der Erstellung von Projektbeschreibungen. – Beratung über Fördermöglichkeiten für ein Hilfsprojekt mit der Filmemacherin Hanna Pollak, Teilnahme an der Vorführung ihres oskarnominierten Films über Straßenkinder in Russland in der Amerikanischen Botschaft.

Februar 2006: Die Initiative „Pädagogen ins Verhör“ erhält für die neuen Räume Möbel und Bürogeräte. – Zwei Mitarbeiter der Taubstummenschule Archangelsk wohnen während einer Fortbildung zwei Wochen im Zentrum Perspektive. – Elena A. Lejkina nimmt ihre Arbeit als neue Buchhalterin im Zentrum Perspektive auf und passt das Abrechnungssystem des Zentrums den neuen gesetzlichen Vorschriften an. – Nachdem sie ihre Tätigkeit ein Jahr lang im Rahmen des Zentrums Perspektive aufbauen und erproben konnten, führen die Psychologen des mobilen pädagogischen Dienstes „Harmonie“ ihre Arbeit mit verhaltensgestörten Kindern in eine eigene Initiative über. Wir wünschen ihnen viel Erfolg bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe. – Polly von Studnitz, die Ehefrau des früheren Deutschen Botschafters, besucht die „Heilpädagogische Schule des Hl. Georg“ in Moskau. – Anne Hofinga und Dr. Vladimir Streltsov helfen Natalja Rybka von der „Schule für Pflegeeltern“ bei Moskauer Behörden, verleumderische Beschuldigungen gegen sie zu entkräften.

Januar 2006: Es beginnt eine intensive Arbeit an der Neufassung der Satzung des Zentrums Perspektive, die den neuen Sozialgesetzen, die im April in Kraft treten, angepasst werden muss.
• Laufend Briefwechsel mit Lena aus der Mädchenstrafkolonie Rjazan, die große Angst vor dem Leben nach der Entlassung hat, weil sie „draußen niemanden hat und nirgends hin kann“.
• In der Residenz des Deutschen Botschafters werden Anne Hofinga für die Rußlandhilfe e.V. 5.000 € als Spende vom Adventsbasar in der Botschaft übergeben.

Dezember 2005: Das Waisenhaus in Nikolskoje bei St. Petersburg erhält Nähmaschinen und Computer für die Arbeit mit den älteren Kindern. – Die Rußlandhilfe darf am Winterbasar des „International Women’s Club of Moscow“ am Tisch der Deutschen Botschaft Artikel aus den Förderprojekten verkaufen.
• Die „Schule des Heiligen Georg“ erhält Hilfe beim Einbau von Meßgeräten für die Fernheizung. Nur so lassen sich die immensen Heizkosten drastisch senken.
• Das 6. Moskauer Kinderkrankenhaus erhält das dringend benötigte mobile Ultraschallgerät für Frühgeborene und Kleinkinder.
• 200 arme Kinder aus Förderprojekten in und um Moskau besuchen Weihnachtsvorstellungen in Moskau und erhalten kleine Gaben.
• Weihnachtsfeier im Zentrum Perspektive für Vertreter aus den Projekten, Mitarbeiter, Helfer, Freiwillige und Freunde.
• Teetrinken mit den Vollwaisen, Lebensmittelaktion und Weihnachtsfeier für alle 450 gefangenen Mädchen in der Mädchenstrafkolonie Rjazan.

November 2005: An Pflegefamilien des Förderprojekts „Schule für Pflegeeltern“ werden gebrauchte Kleidung und Schuhe verteilt.
• Das Projekt „Pädagogen ins Verhör“ erhält Unterstützung bei der Renovierung und Ausstattung der neuen Räume.
• Rußlandhilfe und Zentrum Perspektive nehmen mit einem eigenen Stand am Adventsbasar in der Deutschen Botschaft teil.
• Die Kölner Rückversicherung veranstaltet für ihre Kunden in der Deutschen Botschaft einen Wohltätigkeitsabend zugunsten von Rußlandhilfe und Zentrum Perspektive. Dabei treten Kinder aus den Projekten in Archangelsk, Vjazma und Moskau auf, und es gibt eine fröhliche Auktion von Kinderbildern.
• Das Sozialwerk „Tanadgoma“ in Tiflis, Georgien, hat seit Mai zusätzlich zu den ständig Betreuten 24 notleidende Kranke kostenlos behandelt und Arznei verteilt.

Oktober 2005: Vertreter der Deutschen Botschaft fahren mit in die Mädchenstrafkolonie Rjazan zum Teetrinken mit 56 Vollwaisen und zur Verteilung von warmen Winterjacken.
• Anne Hofinga erhält für ihre Gefangenenhilfe vom Föderationsdienst Rußlands für das Strafwesen einen hohen Orden, der eigentlich an Ausländer nicht verliehen wird.
• Vera A. aus Moskau erhält Hilfe beim Kauf einer Spezialbrille für ihre Tochter.
• Der mobile pädagogische Dienst „Harmonie“ des Zentrums Perspektive nimmt seine Arbeit mit verhaltensgestörten Kindern in zwei Moskauer Heimschulen auf.
• Nachdem der Aufbau des Projekts „Holzlehrwerkstatt für lernbehinderte Jungen“ in Demidov seit über einem Jahr stockt, weil der Direktor nicht nachvollziehbar abrechnete, übernimmt das Schuldepartement des Smolensker Gebiets die weitere Ausstattung der Werkstatt und garantiert den Beginn der Ausbildungstätigkeit für das Schuljahr 2006/2007.
• Pflegekinder der verstorbenen L.V. Demjantshik von der „Schule für Pflegeeltern“ erhalten zum Einzug in die ersten eigenen Wohnungen Fernseher, die das Moskauer Hotel Baltshug-Kempinski spendete.

September 2005: Rabijat B. aus Karatshaeva-Tsherkessk erhält die zweite Knieprothese.
• Irina R. aus Jaroslawl berät im Zentrum Perspektive Fördermöglichkeiten für ihren Pflegesohn Mischa (10 J., Down-Syndrom und Autismus).
• Tatjana P. aus Moskau erbittet Hilfe bei Brustkrebs.
• Das Projekt „Pädagogen ins Verhör“ erhält von der Stadt Moskau kostenlose Räume für die Arbeit mit Jugendlichen, die straffällig, aber nicht inhaftiert wurden. Gleichzeitig wird das Projekt zur selbständigen Rechtsperson.
• Der Leiter des Waisenhauses Nikolskoje bei St. Petersburg lehnt aus eigener Initiative die Förderung des Projektes „Vorbereitung auf ein selbständiges Leben“ ab, da unklar sei, wie lange er noch Heimleiter bleibe, und er nicht für eine ordnungsgemäße Abwicklung des Projektes garantieren könne.
• Die „Schule des Heiligen Georg“ in Moskau gewinnt den Malwettbewerb der Kölner Rückversicherung.

August 2005: Besuch in drei potentiellen Förderprojekten: der Organisation „Sedoj Ural“ in Perm, die Wohnraum, Familienanbindung und Ausbildung für Waisen schaffen möchte, dem Auffangheim „Nadezhda“ in Perm, das erfolgreiche Bürger zu Paten für die Begleitung von Sozialwaisen fortbilden möchte, und der Organisation „Doroga k domu“ in Zhigulovsk, die Berufsausbildung für strafgefangene Jungen organisieren möchte. „Sedoj Ural“, das in der Vorbereitung am vielversprechendsten erschien, wird vorerst nur Beratung erhalten, weil sich die Vorstellungen des Initiators als völlig realitätsfremd erwiesen. – Lebensmittelaktion in der Jungen-Strafkolonie Zhigulovsk, Gebiet Samara.

Juli 2005: Die Eltern der schwer geistig behinderten Lisa F. (5 J.) aus Tver erhalten Hilfe für eine Diagnose und Therapie in Moskau. – Der Gehörlosenorganisation „Teresa“ in Moskau werden 5 Hörgeräte übergeben. – Polly von Studnitz, Gattin des Deutschen Botschafters (1995-2002), besucht die Mädchenstrafkolonie Rjazan, trinkt Tee mit 60 Vollwaisen und berät über den künftigen Ausbau des Rehabilitationszentrums „Woschozhdenije“.

Juni 2005: Fahrt nach Voronesh, um vor Ort das Projekt „Utshitsja Zhitj“ (Ausbildung von Heimerziehern) neu zu strukturieren. Die Initiatorin trat vor Projektbeginn als Prorektorin der Pädagogischen Universität Voronesh zurück. Dort ist man seitdem nicht mehr an einem Studiengang zum Heimerzieher interessiert. Es gelingt, die städtische Sozialbehörde für das Projekt zu interessieren und im „Sozialen Auffangheim für vernachlässigte Kinder“ einen aktiven neuen Partner zu finden. Das Projekt wird völlig neu entwickelt und gezielt auf die Bedürfnisse der Kinder im Auffangheim zugeschnitten.
• Öffentliche Vorlesung über Musiktherapie im Zentrum Perspektive.
• Im Zentrum Perspektive werden intensive Gespräche mit den Leitern der zukünftigen Förderprojekte geführt.
• Kurzer Bericht aus der Jungenstrafkolonie Alexin: Das Projekt „Schulunterricht im Untersuchungsgefängnis“ wird seit einem Jahr aus eigener Kraft finanziert.

Mai 2005: Im Zentrum Perspektive gehen 65 Anträge auf Förderung von Sozialprojekten ein. Etwa ein Drittel dieser Projekte ist förderungswürdig. Leider können aus finanziellen Gründen nur 4-6 dieser Projekte unterstützt werden.
• Dmitrij G. erhält zwei digitale Hörgeräte, da er sonst dem Unterricht in der „Schule des Hl. Georg“ nicht folgen könnte.
• Schulentlassungsfest der ersten Abschlußklasse in der „Schule des Hl. Georg“, Moskau, dem ältesten Förderprojekt der Rußlandhilfe e.V.
• Im Zentrum Perspektive findet eine Gedenkfeier für Ljudmila Demjantshik statt, an der alle ihre Pflegekinder, viele der Pflegeeltern und –kinder, denen sie durch ihre Tätigkeit Mut machte und Hilfe leistete, ihre Mitarbeiter und Helfer und einige Vertreter des öffentlichen Lebens Moskaus teilnahmen.

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